Gravesaw: Black-Metal-Amp und Cab für DI-Gitarre und Bass
Gravesaw ist ein VST3-Amp mit eingebautem Cab: Gitarren- oder Bass-DI rein, dann die Färbung zwischen rohem Sägen und dicker Wand wählen. Er stammt von Code Chaos Audio, dem Plugin-Label von Polished-Mastering-Engineer Tim Borchert, und zielt auf Probleme, die in Black-Metal-Premastern immer wieder auftauchen: Fizz, der schmerzt, sobald der Track lauter wird, Bässe, die das Tremolo zumachen, und Rauschen zwischen den Riffs.

Reinhören: Gravesaw
Gravesaw-Demo: ein DI-Riff bei 170 BPM, sechs Presets, dann ein voller Mix (26 s)
- DI-Gitarre (trocken, wie aufgenommen)
- Gravesaw: Cold Tremolo Lead
- Gravesaw: Carpathian Buzz
- Gravesaw: Frozen Wall Thick
- Gravesaw: Raw Rehearsal Room
- Gravesaw: Tamed Fizz
- Gravesaw: Four-Track Demo
- Voller Mix: Wall Rhythm L/R als Doppelspur + Cold Tremolo Lead + Bass Grind + Black Metal Drum Kit
Mit dem Plugin gerendert. Die Drums im letzten Abschnitt stammen aus dem Black Metal Drum Kit von Code Chaos Audio.
Einen Black-Metal-Demo-Mix mit Gravesaw und Rimehall vorbereiten
In dieser Reihenfolge bleibt eine Heimaufnahme gut masterbar. Alles passiert im Mix, bevor irgendetwas zum Mastering geht.
- Zwei Rhythmus-Takes aufnehmen, nicht einen. Mit den Presets Wall Rhythm L und Wall Rhythm R starten, die Takes hart links und rechts panen und das breite L/R-Cab-Paar ausprobieren, das Gravesaw für gedoppelte Rhythmusgitarren mitbringt.
- Das Gate so setzen, dass die Pausen still bleiben. Das Gate sitzt vor dem Amp (von -90 dBFS, also aus, bis -30 dBFS, mit Hold und Hysterese). Beim Mastering wird komprimiert und limitiert, und jedes Rauschen zwischen den Tremolo-Phrasen kommt mit hoch.
- Erst Tight, dann EQ. Tight ist ein Hochpass vor der Verzerrung, einstellbar von 20 bis 400 Hz. Weniger Bass in die Zerrstufe heißt ein strafferes Riff und mehr Platz für Bass und Kick. Für ein Doom-Fundament bleibt er tief.
- Fizz und die Tamed-Cabs auf kleinen Lautsprechern entscheiden. Fizz formt die Höhen oberhalb von etwa 4 kHz. Sechs der 19 Cabs sind entschärfte Versionen für helle Tonabnehmer und fizzige Einstellungen.
- Auch die Bass-DI durch Gravesaw schicken. Die Bass-Presets (Bass Grind, Bass Clank, Doom Bass Deep) und die drei Bass-Cabs geben ihm Biss. Low Blend mischt die saubere Tiefe der DI wieder unter die Verzerrung, damit das Fundament stabil bleibt.
- Dann Raum dazu. Rimehall auf dem Gitarrenbus setzt das Riff in eine kalte Halle, ohne es zu begraben. Den Mix mit 3 bis 6 dB Headroom und ohne Limiter auf der Summe exportieren.
Warum Doppelspuren mono-kompatibel sein müssen
Handys, Bluetooth-Boxen und viele Club- und Festival-Anlagen spielen deinen Song in Mono oder fast in Mono. Zwei getrennt eingespielte Takes, links und rechts gepannt, ergeben in Mono ein lauteres Riff in der Mitte. Ein einzelner Take, der kopiert, verzögert oder künstlich verbreitert wurde, löscht sich in Mono teilweise selbst aus, und die Gitarren klingen plötzlich dünn und hohl.
Ein Master kann das nicht reparieren, weil das Problem im Mix sitzt. Deshalb prüft das Audit bei Polished vor jedem Master Stereobild und Phase. Echte Doppelspuren mit passendem Sound sind die günstigste Lösung, die es gibt.
Auf einen Blick
| Detail | Gravesaw |
|---|---|
| Preis | 19 € auf Gumroad, Gratis-Demo verfügbar |
| Format | VST3 + Standalone, Mono- oder Stereo-Eingang |
| Windows | Windows 10/11: VST3 + Standalone |
| macOS | Nur Apple Silicon (arm64), kein Intel-Build. VST3 + Standalone, nicht signiert und nicht notarisiert: macOS blockiert das Plugin zuerst, freigeben unter Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit. |
| AU / Logic Pro | Keine AU-Version, Logic Pro wird daher nicht unterstützt. |
| Kopierschutz | Kein Lizenzserver, kein Login, keine Online-Prüfung. |
| Cabs | 19 eingebaut: 10 Gitarren-Cabs, 6 entschärfte Versionen, 3 Bass-Cabs. Im Code aus einem Modell synthetisiert, nicht von echten Boxen abgenommen. Cab abschaltbar für eigene IRs. |
| Presets | 16 Werks-Presets |
| Zerrstufen | 4-fach-Oversampling mit Anti-Aliasing |
| Latenz | 61 Samples (1,4 ms bei 44,1 kHz), wird an die DAW gemeldet |
| Ausgang | Sicherheitsstufe hält Spitzen unter -0,3 dBFS |
| Tests | Automatische Prüfungen für jedes Preset. Noch nicht in jeder DAW ausprobiert. |
| Demo | Die Gratis-Demo ist das komplette Plugin; sie spielt alle 45 Sekunden einen kurzen Rauschstoß. |
Bestellung, Bezahlung und eventuell anfallende Steuern laufen komplett über Gumroad. Polished verlinkt nur dorthin.
Tool, Mix oder Master?
Für Proberaum-Demos und Vorproduktion reicht ein Gravesaw-Sound im groben Mix völlig. Wenn die Songs auf Bandcamp, zu Streamingdiensten oder zu einem Label gehen, lohnt sich ein eigener Mastering-Durchgang mit frischen Ohren: Lautheit für jede Plattform, Schärfe unter Kontrolle, Low End in Mono geprüft. Bei Polished beginnt jeder Master mit einem schriftlichen Audio-Audit deines Mixes, damit du weißt, was du vorher im Mix ändern solltest. Mehr dazu: Black Metal Mastering.
Mastering bei Polished gibt es ab 79 € pro Track inkl. 19 % USt., Zahlung auf Wunsch erst nach Lieferung. Audio-Audit anfragen.
Günstiger im Bundle
Gravesaw gehört zur Code Chaos Black Metal Suite. Es steckt in beiden Bundles:
- Black Metal Suite Essentials: 39 € statt 59 € (du sparst 20 €). Enthält Gravesaw, Rimehall, Black Metal Tone Kit, Black Metal Drum Kit.
- Black Metal Suite Complete: 69 € statt 105 € (du sparst 36 €). Enthält Frostfret, Hoarfell, Gravesaw, Rimehall, Black Metal Tone Kit, Black Metal Drum Kit.
Bundles vergleichen. Einzeln kostet Gravesaw 19 €.
Gravesaw: FAQ
Läuft Gravesaw auf dem Mac?
Kann ich eigene Impulsantworten nutzen?
Gibt es eine kostenlose Testversion?
Macht ein guter Amp-Sound das Mastering überflüssig?
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Die Gratis-Demo ist das komplette Plugin; sie spielt alle 45 Sekunden einen kurzen Rauschstoß. Kauf und Download laufen über Gumroad, unter Code Chaos Audio.